Alle reden über Online Marketing, aber kaum einer hat noch den Überblick oder weiß, was genau darunter zu verstehen ist. Wir bringen Licht ins Dunkel und gehen der Frage nach, ob Unternehmen im Bereich Online Marketing aktiv werden sollten.

Sie merken bereits am Titel, dass Online Marketing nicht gleich Online Marketing ist, weshalb wir uns zunächst einmal die verschiedenen Arten des Online Marketings anschauen.

Display Marketing

Display Marketing ist eine Form von Online Marketing, die klassischen Marketingmaßnahmen am nächsten kommt: Dabei handelt es sich um jede Form von grafischer Werbung, die auf einem Display dargestellt wird. Dabei ist es unerheblich, ob die auch als Bannerwerbung bezeichnete Werbung auf einem PC-Monitor, auf einem iPad oder Smartphone dargestellt wird. Genau genommen wird ein Werbebanner, den es in verschiedenen Formaten gibt, auf einer Webseite eingeblendet. Dabei kann es sich um Bilder, Animationen oder Videos handeln. Letztere wird aber in der Praxis etwas separat betrachtet, da sich für den Publisher die Preise (siehe TKP) für Display- und Video-Werbung unterscheiden.

Content Marketing

Das Content Marketing ist noch eine jüngere Disziplin innerhalb von Online Marketing. Im Gegensatz zu Display Marketing, wird hierbei nicht auf klassische Werbung abgestellt. Denn in der Regel konsumieren Nutzer Online-Angebote zur Unterhaltung und Entspannung. Sie sind also meist auf der Suche, z.B. nach der Antwort auf eine Frage oder nach der Lösung eines Problems. Hier setzt Content Marketing an, dass mit informativen Inhalten helfen oder beraten soll – und auf diese Art natürlich von den Produkten bzw. Dienstleistungen eines Unternehmens überzeugen will.

Content Marketing hat viele Gesichter: Texte, Fotos, Grafiken, Videos oder reine Audioformate können Content sein und über Unternehmenswebseiten, Unternehmensblogs oder Social Media-Plattformen verbreitet werden. Vordergründiges Ziel ist es, dass der eigene Content und die eigene Website im Internet auch wirklich gut gefunden werden. Dementsprechend gehören alle Bemühungen zur Suchmaschinenoptimierung (SEO), wie auch das Platzieren von Anzeigen auf den Suchergebnisseiten der Suchmaschinen mit zum Content Marketing.

Social Media Marketing

Social Media Marketing fasst alle Maßnahmen zusammen, die Unternehmen ergreifen, um über die sozialen Medien mit Zielgruppen in Kontakt zu kommen und die eigenen Produkte oder Dienstleistungen zu präsentieren. Sei es nun die Verbreitung des eigenen Contents, das Schalten von Werbeanzeigen oder die Kundenkommunikation – Facebook, Twitter, Instagram und Co. haben in den letzten Jahren immer mehr Möglichkeiten bereitgestellt, um effektives Social Media Marketing zu betreiben.

Influencer Marketing

Eine Disziplin, die zuletzt etwas in die Kritik geraten ist, ist das Influencer Marketing. Dabei bedienen sich Unternehmen der Reichweite und auch des Vertrauensvorschusses, den einflussreiche Meinungsmacher mit einer starken Community in den sozialen Medien genießen. Typische Influencer können Sportler, aber auch erfolgreiche Blogger sein.

Wenn man diese sogenannten “Influencer” dazu nutzt, als eine Art Testimonial die eigenen Produkte zu bewerben oder die eigene Markenbotschaft zu verbreiten, dann ist das Influencer Marketing. So hat beispielsweise Gillette den Fußballspieler Thomas Müller für eine Kampagne zum Vatertag gewinnen können, die sich sicherlich für beide Seiten ausgezahlt hat.

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Affiliate Marketing

Das sogenannte Affiliate Marketing ist schon eine sehr alte Marketing-Disziplin. Unter Affiliate Marketing versteht man das Prinzip, das sogenannte “Affiliate Partner” trackbare Werbelinks zu Produkten von Unternehmen auf Ihrer Webseite oder in ihren Social Media Posts platzieren und für jedes über diesen Link verkaufte Produkt eine kleine Provision kassieren. Auch hier bedienen sich die Unternehmen der Reichweite der Partner.

Aber aufgepasst: Sowohl Influencer Marketing als auch Affiliate Marketing erfordern eine transparente Kennzeichnung, damit man nicht Gefahr läuft, wegen Schleichwerbung abgemahnt zu werden. Facebook hat deswegen inzwischen eindeutige Richtlinien für Markeninhalte erstellt.

E-Mail Marketing

Zu den bekanntesten Formen des Online-Marketings gehört zweifelsohne das E-Mail-Marketing – quasi als Online-Äquivalent zur Postwurfsendung. In die Kategorie E-Mail Marketing fallen dementsprechend alle Marketingmaßnahmen, die in virtuellen Postfächern landen (wie z.B. E-Mail Newsletter oder Informationen über Angebote und <a href=“https://cleverdigital.de/die-4-strategien-der-psychologischen-preisgestaltung/“>Rabattmaßnahmen</a>).

Der große Vorteil für Unternehmen: E-Mails können mit geringem Aufwand, schnell und kostengünstig erstellt und an einen großen Empfängerkreis versandt werden.

Aber auch hier gilt Vorsicht: Sie dürfen nicht einfach so beliebige E-Mail-Adressen mit werblichen Mails anschreiben, sondern müssen zwingend den geltenden Bestimmungen zum Datenschutz gerecht werden. Die in 2018 in Kraft getretene DSGVO fordert hier explizit das aktive Einholen eines sogenannten „Double Opt-In“, sprich, der Nutzer muss zweifach dem künftigen Empfang von E-Mail Botschaften zustimmen.

Das wiederum ist eine Wissenschaft für sich – wir beraten Sie gerne dazu!

Virales Marketing

Die Königsdisziplin des Online Marketings ist Virales Marketing. Dabei handelt es sich um den Traum aller Marketer: Werbung oder eine Markenbotschaft, die man als Unternehmen online veröffentlicht hat, “geht viral”, wird also innerhalb kürzester Zeit so oft und von so vielen Menschen geteilt und weitergeleitet, dass es zu einer epidemischen Ausbreitung kommt, wie sie sonst nur die stärksten Grippeviren erreichen.

Dies geschieht in der Regel über die sozialen Medien, besonders Videos haben das größte Potenzial, ein viraler Hit zu werden. Das Problem an dabei: Ein solcher Hit lässt sich fast nicht planen und berechnen. Denn so einige Marketer haben sich bereits daran versucht, geschafft haben es nur die wenigsten. Klar ist nur: Je unterhaltsamer und überraschender die Inhalte sind, oder je schneller und treffender sie aktuelle Themen und Trends aufgreifen, umso wahrscheinlicher ist die virale Verbreitung.

Edeka gelang im vergangenen Jahr mit dem Weihnachtsclip unter dem Motto #heimkommen einen solchen Hit, der auf YouTube weit über 56 Millionen mal angesehen wurde.